Coronavirus im Kreis Heinsberg: Stand 3. April

03.04.2020

Die aktuelle Corona-Statistik für den Kreis Heinsberg vom 3. April (Stand 15 Uhr): Es gibt bislang 1436 bestätigte Coronafälle im Kreis Heinsberg. 768 Personen gelten inzwischen als geheilt, 42 Menschen sind verstorben. Damit sind aktuell 626 Menschen im Kreis Heinsberg als infiziert.02.04.2020.

 

02.04.2020

Die aktuellen Zahlen aus dem Kreis Heinsberg vom 2. April (Stand: 15 Uhr): Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle beträgt 1417. Bei 693 Genesenen und 39 Verstorbenen ergibt sich eine Gesamtzahl der am heutigen Tag Infizierten von 685 Personen.

 

01.04.2020

Der aktuelle Stand am 1. April (Stand 15 Uhr) im Kreis Heinsberg stellt sich folgendermaßen dar. Bisher gibt es im Kreis Heinsberg 1.373 bestätigte Fälle von Covid19. 659 Personen sind inzwischen genesen, 38 verstorben. Damit sind am heutigen Tag aktuell 676 Menschen an Covid19 erkrankt.

Seit Tagen stagniert die Zahl der aktuell Infizierten mit leichter sinkender Tendenz. Der Krisenstab des Kreises wertete dies in seiner heutigen Sitzung als ermutigende Entwicklung. Krisenstabsleiter Philipp Schneider: „Das darf man als Indiz dafür werten, dass das konsequente Handeln des Kreises gut und richtig ist.“ Um diese positive Entwicklung weiter sicherzustellen, sollte der Krisenstab seine Anstrengungen fortsetzen. Außerdem würden ja auch die Maßnahmen des Bundes und des Landes bis zum 19. April auch für den Kreis Heinsberg gelten. Philipp Schneider: „Dann haben wir Mitte April auch vor dem Hintergrund der dann beendeten Studie der Uniklinik Bonn eine gute Grundlage, um die Einschränkungen im öffentlichen Leben im Kreis Heinsberg neu zu bewerten.“

Da sich zurzeit auch die Lage im Bereich der Schutzbekleidung etwas entspannt, wird der Krisenstab seinen Fokus noch stärker als ohnehin schon auf den Bereich der Pflegeinrichtungen richten.

 

31.03.2020

Der aktuelle Stand im Kreis Heinsberg am 31. März (Stand: 15 Uhr) ist folgender: im Kreis Heinsberg gibt es 1.307 bestätigte Fälle an Covid19. 609 Personen gelten als genesen, 37 sind verstorben.

Im Mittelpunkt des Interesses stand der Start der Studie der Uniklinik Bonn unter Leitung des Virologen Prof. Dr. Hendrik Streeck in der Gemeinde Gangelt. Gemeinsam mit Landrat Stephan Pusch und der Hygiene-Fachärztin Dr. Dr. Ricarda Schmithausen stellten sie in einer Pressekonferenz im Kreishaus Heinsberg diese Studie und ihre Ziele vor.

Der Kreis hat dazu Räumlichkeiten in der Gemeinde Gangelt hergerichtet und u. a. mit EDV ausgerüstet. Dort sollen voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen rund 1.000 Personen aus 500 Haushalten in der Gemeinde Gangelt systematisch befragt und getestet werden. Hinzu kommen auch noch Probenahmen aus dem direkten Wohnumfeld.

Dazu sind Ärzte, Mitarbeiter und Studenten des Uniklinikums Bonn, insgesamt 40 Personen, in zwei Schichten tätig. Landrat Stephan Pusch erhofft sich durch die Studie Ergebnisse, die Aussagekraft für den Kreis Heinsberg, das Land Nordrhein-Westfalen und die Bundesrepublik haben werden. Der Landrat dankte der Bevölkerung in Gangelt, da sich schon jetzt zeige, dass die Bereitschaft an der Studie mitzuwirken, sehr groß sei.

Prof. Dr. Hendrik Streeck zeigte sich erfreut, diese Studie durchführen zu dürfen. Der Kreis Heinsberg biete eine einmalige Chance, Fakten zur Verbreitung des Coronavirus und zur Dunkelziffer der tatsächlich Erkrankten zu erhalten. Außerdem sei der Ausgangspunkt mit dem Wochenende 14./15. Februar, an dem u. a. die Kappensitzung in Gangelt-Langbroich stattfand, sehr gut eingegrenzt. Mit rund 1.000 Personen aus der 12.000-Einwohner-Gemeinde Gangelt erhalte man repräsentative Daten.

Mit ersten Ergebnissen rechnet Prof. Dr. Streeck zum Ende nächster Woche. Alle Ergebnisse und Erkenntnisse der Studie dürften nach seiner Einschätzung in vier Wochen vorliegen.

 

30.03.2020

Der aktuelle Stand der Corona-Infektion im Kreis Heinsberg (30. März, 12 Uhr) verzeichnet 1281 bestätigte Fälle von Covid19, 554 Infizierte gelten inzwischen als geheilt, 34 Infizierte sind verstorben.

Eine gute Nachricht gibt es für die Eltern. Denn durch eine Dringlichkeitsentscheidung des Jugendhilfeausschusses werden voraussichtlich in dieser Woche die Elternbeiträge für Kitas und Kindertagespflegen für den Monat April 2020 ausgesetzt. Diese Dringlichkeitsentscheidung gilt dann für die Städte Übach-Palenberg, Wassenberg und Wegberg sowie die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht. Die Städte Erkelenz, Geilenkirchen, Heinsberg und Hückelhoven verfügen über eigene Jugendämter und müssen in eigener Zuständigkeit entscheiden. „Es besteht keine rechtliche Verpflichtung, diese Beiträge auszusetzen“, sagt Jugendamtsleiter Alfred Theissen. Es handele sich um einen freiwilligen Verzicht, der aufgrund der besonderen Lage im Kreis Heinsberg absolut gerechtfertigt sei.

Während die Aussetzung der Beiträge für April 2020 sofort veranlasst werden kann, ist die Situation für die Rückerstattung der bereits gezahlten Beiträge für März 2020 etwas komplizierter. Aber auch hier ist das Kreisjugendamt bestrebt, eine zeitnahe Lösung zu erarbeiten, so dass die März-Beiträge – wenn auch zu einem späteren Zeitpunkt – erstattet werden.

 

26.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 1153 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Von dieser Zahl konnten 360 Personen mittlerweile als genesen entlassen werden. Der Kreis Heinsberg zählt 28 Coronavirus bedingte Sterbefälle.

 

25.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 1067 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, abzüglich 324 wieder genesenen Personen. 26 Personen aus dem Kreis Heinsberg verstarben im Zusammenhang mit dieser Infektion.

Für die Kinderbetreuung von sog. Schlüsselpersonen, d.h. Berufsgruppen, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur unentbehrlich sind, gilt in Abstimmung mit dem Land Nordrhein-Westfalen im Kreis Heinsberg eine Sonderregelung. Die Notbetreuung wird ausschließlich für unverzichtbares Ärzte-, Betreuungs- und Pflegepersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen organisiert.

Diese Regelung ist deutlich strenger als in den übrigen Kommunen in NRW. Das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg sieht in einer weiter gefassten Öffnung der Einrichtungen für zusätzliche Berufsgruppen aus Schlüsselbereichen eine Begünstigung von Infektionsketten. „Wir müssen das Personal aus dem Gesundheitssektor arbeitsfähig halten und können uns daher keinen vollständigen Ausfall von Betreuungsmöglichkeiten leisten. Die bei uns sehr eng bestimmte Notbetreuung wird in einer Einzelfallbetreuung oder in Kleinstgruppen in Kitas stattfinden“, so Landrat Stephan Pusch. Das Kreisjugendamt fragt bei den betroffenen Arbeitgebern die Notwendigkeit einer Kinderbetreuung im Einzelfall ab.

Die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben sich auf eine einheitliche Umsetzung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus geeinigt. Insbesondere wurden Entscheidungen getroffen hinsichtlich des Straßenverkaufs von Eiscafés, der unter Beachtung der entsprechenden Vorkehrungen zu Hygiene und Abstand erfolgen darf. Auch Floristen dürfen unter den genannten Voraussetzungen ihren Betrieb aufrechterhalten.

Das Bürgertelefon ist für Fragen von Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Heinsberg weiterhin unter der Rufnummer 02452/131313 erreichbar. Die Kolleginnen und Kollegen beantworten Fragen wochentags von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10 bis 16 Uhr.

 

23.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 1011 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus, abzüglich 219 genesenen Personen. Leider zählt der Kreis bislang 24 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

 

20.03.2020

Das Start-Up Unternehmen sharemagazines stellt den Bürgerinnen und Bürgern des Kreises Heinsberg ihr Angebot ab sofort für zwei Wochen kostenfrei zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit vielen Verlagen können Nutzer der App von zuhause auf über 500 Zeitungen und Zeitschriften zugreifen. „Ein schönes Angebot, das uns hilft, die Zeit zuhause angenehm zu verbringen“, so Landrat Stephan Pusch. 

Pusch hat alle Bürgerinnen und Bürger des Kreises Heinsberg gebeten, die „Ausgangssperre light“ einzuhalten. Mit der Einstellung sozialer Kontakte und der Reduzierung auf minimalsten Umgang, d.h. nicht aufschiebbare Arztbesuche sowie das Einkaufen von Lebensmitteln, soll die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt und das Gesundheitssystem geschont werden.

Der Kreis Heinsberg hat weitere vier Todesfälle zu beklagen. Drei Frauen im Alter von 80, 85 und 68 Jahren sowie ein Mann, 95 Jahre, sind an einer Lungenentzündung infolge des Coronavirus verstorben. Wie auch bei den vorherigen Fällen, waren alle vier Patienten aus dem Kreis Heinsberg gesundheitlich vorbelastet. Insgesamt verstarben im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion bislang 13 Personen aus dem Kreis Heinsberg. Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 916 bestätigte Infektionen, abzüglich 84 genesenen Personen.

 

19.30.2020

Aktuell (Stand 18:00 Uhr) gibt es im Kreis Heinsberg 890 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus abzüglich 71 wieder genesene Personen. Insgesamt gibt es in diesem Zusammenhang neun Todesfälle zu beklagen.
Im Zuständigkeitsbereich der Bezirksregierung Köln wurde vereinbart, dass abweichend von der bisherigen Erlasslage Restaurants grundsätzlich zu schließen sind. Nur Lieferdienste und Drive-In-Schalter dürfen weiter betrieben werden. Mit den kommunalen Ordnungsämtern wurde am heutigen Nachmittag darüber hinaus vereinbart, dass alle Dienstleistungen, die nicht aus Gründen der Versorgung oder aus medizinischen Gründen unerlässlich sind, untersagt werden. Die Kommunen werden diese Regelungen zeitnah umsetzen.
Auch bei den Alten- und Pflegeeinrichtungen bleiben die getroffenen Regelungen im Kreis Heinsberg zum grundsätzlichen Besuchsverbot bestehen, was die Betreiber der Einrichtungen ausdrücklich begrüßen.
Gerade in den letzten Tagen zeigt sich die positive Wirkung der frühzeitig und konsequent im Kreis Heinsberg ergriffenen Maßnahmen, die deshalb weiter aufrechterhalten werden müssen, um einen weiteren Anstieg der Infektionen möglichst zu verhindern. "Es gibt noch keinen Grund zur Entwarnung, aber die begründete Hoffnung auf sinkende Infektionsraten, weil sich die Menschen im Kreis Heinsberg an die Empfehlungen der Behörden halten", sagt Landrat Pusch. 

 

18.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 811 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Von dieser Zahl sind bereits 25 Personen abzuziehen, die genesenen aus der Quarantäne entlassen werden konnten.
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat, anknüpfend an die Rede der Bundeskanzlerin am vergangenen Montag, Maßnahmen erlassen, die landesweit von den kreisangehörigen Kommunen und kreisfreien Städten, konkret deren Ordnungsämter, umzusetzen sind. Ziel der Einschränkungen ist die Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus durch Kontaktreduzierung.
Nach der bereits seit drei Wochen praktizierten Schließung von Kindertagesstätten, Kindertagespflegen und Schulen im Kreis Heinsberg, bleiben ab heute Einrichtungen, Begegnungsstätten, Freizeit- und Sportangebote geschlossen. Veranstaltungen sind grundsätzlich untersagt, Restaurants sind eingeschränkt bis 15 Uhr geöffnet.
"Sichergestellt bleibt die Versorgung mit den Dingen des täglichen Bedarfs“, so Landrat Stephan Pusch, der in diesem Zusammenhang darum bittet, Hamsterkäufe zu unterlassen. Geöffnet bleiben also weiterhin Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Tankstellen sowie Abhol- und Lieferdienste. Eine konkrete Auflistung gibt es auf der Homepage des Ministeriums, die auf der Webseite des Kreises Heinsberg unter www.kreis-heinsberg.de über einen Link aufgerufen werden kann.

 

17.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg 755 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Diese Zahl können wir in Kürze in Relation zu den genesenen Personen stellen, da das Entlassmanagement unseres Gesundheitsamtes angelaufen ist.
Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, bekommen ab Befund 14 Tage häusliche Quarantäne auferlegt. Gegen Ablauf dieser Zeit kontaktieren Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Infizierten und erkundigen sich nach dem Gesundheitszustand. Nach Ausbleiben der Symptome, frühestens aber nach Ablauf der 14-tägigen Quarantäne, sollen die Personen drei weitere Tage zuhause verbringen. Sodann sind sie aus der Quarantäne entlassen und können wieder arbeiten gehen.
Die Bundesregierung hat gestern viele Einschränkungen des öffentlichen Lebens bekannt gegeben, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Da diesbezüglich viele Unsicherheiten existieren, welche Einrichtungen, Geschäfte oder ähnliches noch geöffnet sind, bittet der Kreis Heinsberg um die Beachtung der vom Landrat Stephan Pusch ausgesprochenen „Ausgangssperre light“. Diese sieht vor:

-    Personen ab 65 Jahren, insbesondere mit Vorerkrankungen bzw. Vorerkrankungen der Lunge, begeben sich freiwillig in häusliche Quarantäne und verlassen das Haus nur für unaufschiebbare Arztbesuche

-    Alle anderen Personen dürfen arbeiten und einkaufen gehen, bleiben aber ansonsten zuhause und unterlassen soziale Kontakte

Bürgerinnen und Bürger, die Erkältungssymptome haben, werden gebeten, diese zuhause auszukurieren. Der Hausarzt sollte dann konsultiert werden, wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert, Fieber von 38,5 Grad und höher oder Atembeschwerden auftauchen. Der Arzt entscheidet dann über eine mögliche Testung auf das Coronavirus.
Für den Fall, dass eine Unterstützung bzw. Aufstockung des medizinischen Personals notwendig werden könnte, registriert der Kreis Heinsberg Ärzte oder medizinisch/pflegerisch qualifizierte Personen, die bei der Bewältigung der Lage mithelfen würden. Diese können dem Kreis Heinsberg ihre Kontaktdaten mitteilen über die E-Mail-Adresse

 

15.03.2020

Nachdem der Kreis Heinsberg bereits seit dem 26. Februar nach Bekanntwerden von zwei mit dem Coronavirus infizierten Personen die Schließung von Schulen, Kindertagespflegen und Kindertagesstätten veranlasst hatte, erlässt das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen aktuell ebenfalls ein Betreuungsverbot bis zum 19. April.
Von dieser Regelung soll es eine Ausnahme für die Betreuung von Kindern geben, deren Eltern in Berufsgruppen tätig sind, die zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Infrastruktur unabkömmlich sind. Hier soll es eingeschränkte Öffnungen der Einrichtungen für Kinder dieser besagten „Schlüsselpersonen“ geben.
Das Land NRW weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Regelung keine Anwendung im Kreis Heinsberg findet. Im Kreisgebiet Heinsberg bleiben alle besagten Betreuungseinrichtungen bis zum 19. April ohne Ausnahme komplett geschlossen.

Aktuell gibt es im Kreisgebiet 663 bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus. Leider gibt es einen vierten Todesfall in diesem Zusammenhang zu beklagen. Eine 84-jährige Patientin aus Gangelt mit ernsthaften Vorerkrankungen verstarb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag an einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Neuss. Auch in diesem Fall ist die Infektionsquelle mit dem Coronavirus noch unbekannt. „Jede dieser Nachrichten betrübt mich zutiefst. Mein aufrichtiges Beileid gilt der Familie“, so Landrat Stephan Pusch.

 

13.03.2020

Aktuell gibt es im Kreisgebiet 553 bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus. Damit diese Zahl eine Aussage über die tatsächliche Lage geben kann, beginnt der Kreis Heinsberg mit dem sog. „Entlassmanagement“. Infizierte Personen, die sich nach einem positiven Testbefund bis jetzt 14 Tage in Quarantäne befunden haben, werden von unserem Gesundheitsamt erneut kontaktiert und nach mindestens drei Tagen Beschwerdefreiheit zu einem Kontrollabstrich in einer der zentralen Stellen zur Probenentnahme gebeten. Um diese zahlreichen Tests durchführen zu können, sind weitere Testzentren zur Probenentnahme in Planung.
Weiterhin bittet das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg darum, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger mit Symptomen wie Husten, Bronchitis oder weitergehenden Infektionen mit ihrem Hausarzt in Verbindung setzen. Dieser veranlasst dann, nach gegebener Indikation, einen Test in einer der Abstrichstationen. Bis zur endgültigen Abklärung gilt für alle, die die benannten Krankheitszeichen haben, die Einhaltung der häuslichen Quarantäne.
Die Schulen, Kindergärten und Kindertagespflege bleiben, wie bereits bekannt, noch mindestens eine Woche geschlossen. Um dem Unterrichtsausfall entgegenzuwirken, können wir den Schulen im Kreisgebiet ein digitales Angebot zur Verfügung stellen. Ein IT-Dienstleister aus Übach-Palenberg stellt hierfür eine kostenlose digitale Umgebung zur Verfügung und unterstützt bei der Einrichtung. So kann der Unterricht mittels Web-Browser oder App von Zuhause verfolgt werden.
Weitere Informationen:
Der Kreis Heinsberg sagt seine politischen Sitzungen, bis auf unaufschiebbbare Ausschüsse, wie dem Wahlausschuss, ab. Die geplanten Einschuluntersuchungen fallen ebenfalls an allen Standorten (Erkelenz, Heinsberg, Geilenkirchen) aus. Die Betroffenen werden zu gegebener Zeit zwecks neuer Termine kontaktiert. Das Bürgertelefon des Kreises Heinsberg ist am kommenden Wochenende von 10 bis 17 Uhr erreichbar.

 

12.03.2020

Soeben erhielt der Krisenstab in seiner Sitzung die Nachricht über den Tod einer mit dem Coronavirus infizierten Patientin. Eine 78-jährige Frau verstarb um 17.50 Uhr an den Folgen einer Lungenentzündung im Krankenhaus Heinsberg. Die Infektion verlief aufgrund einer Vorerkrankung aus dem neurologischen Bereich kritisch. Wo sich die Patientin mit dem Virus angesteckt hat, ist noch nicht bekannt. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen“, so Landrat Stephan Pusch.

 

11.03.2020 

Der Krisenstab hat nach einer Besprechung mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden eine Regelung für den Schul- und Kindergartenbetrieb getroffen. Für zunächst eine weitere Woche, perspektivisch aber bis zu den Osterferien, bleiben Schulen und Kindertagesstätten weiterhin geschlossen. Der Krisenstab hat diese Entscheidung nach gründlicher Abwägung in Einvernehmen mit den Städten und Gemeinden erwogen.
Mit dieser Maßnahme soll die Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen verlangsamt werden, indem Infektionsketten unterbrochen werden. Außerdem muss die Risikogruppe vor Ansteckung geschützt werden. Aktuell zeichnet sich ab, dass vor allem vorerkrankte, ältere Personen schwerere Krankheitsverläufe erleiden, wenn sie mit dem Coronavirus infiziert sind.
„Uns ist die Belastung unserer Bürgerinnen und Bürger durch Schwierigkeiten mit der Kinderbetreuung bewusst. Dennoch muss in dieser Situation die Gesundheit aller Menschen oberste Priorität haben“, so Landrat Stephan Pusch. Gemeinsam mit den Bürgermeistern wird den politischen Räten empfohlen, die Kindergartenbeiträge sowie die Beiträge für die Kindertagespflege und den offenen Ganztag aufgrund der Schließung für einen Monat zu erstatten.
Die übrigen getroffenen Regelungen haben weiterhin Bestand. Für Seniorenheime gelten eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten, um Kontakte und Ansteckungsrisiken zu minimieren. Die Kreisverwaltung Heinsberg hält ebenfalls an ihrem eingeschränkten Publikumsverkehr mit Termin fest. Die Volkshochschule sowie die Kreismusikschule bleiben geschlossen. Die Städte und Gemeinden weisen insbesondere darauf hin, dass Sportplätze (ohne Duschen) geöffnet sind, Sport- und Mehrzweckhallen bleiben geschlossen.
Im Zusammenhang mit der Coronavirus-Infektion gibt es einen zweiten Todesfall im Kreisgebiet zu beklagen. In der Nacht zu heute ist ein 73-jähriger Patient aus Übach-Palenberg im Krankenhaus Heinsberg verstorben. Die Todesursache ist bei dem Dialysepatienten mit schweren Vorerkrankungen eine Lungenproblematik gewesen. Die Infektion mit dem Coronavirus hatte seinen Gesundheitszustand zusätzlich beeinträchtigt. Wo der Patient sich mit dem Virus angesteckt haben könnte, ist nicht bekannt. „Auch an dieser Stelle möchte ich mein ausdrückliches Mitgefühl aussprechen“, so Landrat Stephan Pusch.
Mit Stand von 15 Uhr gibt es im Kreis Heinsberg 443 bestätigte Infektionen. In den drei Krankenhäusern in Heinsberg, Erkelenz und Geilenkirchen befinden sich derzeit sieben bestätigte Corona-Patienten auf einer Isolierstation. Zwei Patienten befinden sich auf einer Intensivstation.

 

10.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg (Stand 13 Uhr) 365 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus.

In den Sitzungen des Krisenstabes am heutigen Dienstag haben die Mitglieder zahlreiche Themen besprochen. Trotz der noch geltenden Schließung von Kindergärten und Schulen können die Vorabi-Klausuren stattfinden. Hierfür wurden Lösungen erarbeitet, die ein eventuelles Ansteckungsrisiko möglichst gering halten. Beispielsweise werden die Schülerinnen und Schüler auf mehrere Räume verteilt und so der direkte, unmittelbare Kontakt deutlich eingeschränkt.

In diesem Zusammenhang weist das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg nochmal eindringlich darauf hin, die bekannten Vorsichts- und Hygienemaßnahmen zu beachten. „In der aktuellen Situation hoffen wir auf die Mitarbeit und Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Das bedeutet beispielsweise auch, dass Personen, die Kontakt zu einer bestätigt infizierten Person hatten, ihre sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren sollten. Dies gilt auch, wenn die Kontaktpersonen noch nicht offiziell den Quarantänebestimmungen unterliegen, weil sie noch keine Symptome aufweisen“, so Leiterin des Gesundheitsamtes Heidrun Schößler.

Bürgerinnen und Bürger, bei denen ein Abstrich im Zusammenhang mit einer möglichen Coronavirus-Infektion gemacht wurde, erhalten eine Nachricht von unserem Gesundheitsamt. Aufgrund des derzeitigen hohen Arbeitsaufkommens kann es etwas dauern, bis die Rückmeldung erfolgt. Eine Verzögerte Kontaktaufnahme bedeutet nicht, dass der Test negativ bewertet wird. Bis der Befund von unserem Gesundheitsamt mitgeteilt wird, gilt für die „abgestrichenen“ Personen:

- bei Symptomfreiheit eine eigeschränkte Quarantäne (Minimierung persönlicher Kontakte, keine Freizeitaktivitäten, keine Reisen)

- bei Symptomen wird häusliche Quarantäne ausgesprochen. Der Hausarzt sowie das Gesundheitsamt sind zu informieren.

Für wirtschaftliche Fragen von Unternehmen des Kreises Heinsberg im Zusammenhang mit der Corona-Lage steht ab heute eine Info-Hotline der Wirtschaftsförderung des Kreises Heinsberg zur Verfügung. Eine Beratung ist hier möglich unter der Telefonnummer 02452-131824.

 

09.03.2020

Stephan Pusch, Landrat des Kreises Heinsberg, hat in der jüngsten Pressekonferenz eine traurige Mitteilung verkündet. Im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion meldete das Krankenhaus Geilenkirchen heute um 14 Uhr den Tod eines 78-jährigen Patienten aus Gangelt. Dieser war vergangenen Freitag stationär mit Symptomen wie Husten, Fieber und Durchfall aufgenommen worden. Er hatte angegeben, eine Karnevalssitzung in Gangelt besucht zu haben. Ob es sich um die besagte Kappensitzung in Gangelt-Langbroich handelte ist bislang nicht bekannt.
Aufgrund ernsthafter Vorerkrankungen verschlechterte sich der Zustand des Mannes schnell. Er starb an Herzversagen, bedingt durch seine Vorerkrankungen sowie die Anstrengungen bzw. Folgen der Corona-Infektion.
„Ich habe gebetet und gehofft, dass es nicht so weit kommen wird, denn jeder Todesfall ist einer zu viel. Mein Mitgefühl gilt der Familie und Freunden des Verstorbenen“, so Landrat Stephan Pusch.

 

06.03.2020

Aktuell gibt es im Kreis Heinsberg (Stand 13 Uhr) 220 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus.

Wie bereits berichtet, wird die „Mobile Medizinische Versorgungseinheit“ in Gangelt-Birgden gut angenommen. Die allgemeinmedizinische offene Sprechstunde findet auch Samstag und Sonntag von 8 bis 18 Uhr statt.

Mittlerweile wurde im Kreis Heinsberg eine große Zahl von Corona-Abstrichen durchgeführt. Damit unser Gesundheitsamt sich mit den getesteten Personen in Verbindung setzen kann, werden alle getesteten Personen gebeten, sich in das allgemeine Kontaktformular auf der Homepage des Kreises einzutragen. Wichtig ist hier die Angabe einer Telefonnummer, sowie die Mitteilung des Hausarztes.

Verdienstausfall und Entschädigung

Für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Selbstständige besteht nach den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes im Falle eines Verdienstausfalls die Möglichkeit, eine Entschädigung zu erhalten. Ein solcher Antrag ist spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ausspruch eines Tätigkeitsverbots oder einer Quarantäneanordnung beim Landschaftsverband Rheinland zu stellen. Die entsprechenden Antragsformulare können Betroffene über die Homepage des Landschaftsverbands Rheinland abrufen (https://www.lvr.de/de/nav_main/soziales_1/soziale_entschaedigung/taetigkeitsverbot/taetigkeitsverbot.jsp)

In vielen Fällen benötigen Betroffene hierbei zum Nachweis der ihnen gegenüber angeordneten Maßnahmen eine schriftliche Bestätigung der bisher nur mündlich ausgesprochenen Quarantäneanordnungen oder Tätigkeitsverbote. Auf der Homepage des Kreises Heinsberg (www.kreis-heinsberg.de) gibt es zwei Formulare, in die sich Personen eintragen können, die schriftliche Bestätigungen entweder für eine Quarantäneanordnung oder für ein Tätigkeitsverbot benötigen. Die erforderlichen ausführlichen Bestätigungen werden den Betroffenen dann zugeschickt.

Quarantäne

https://pdf.form-solutions.net:443/metaform/Form-Solutions/sid/assistant/5e60f118e4b09f4016213e42

Tätigkeitsverbot

https://pdf.form-solutions.net:443/metaform/Form-Solutions/sid/assistant/5e60f39ae4b09f4016213e44

 

05.03.2020

Aktuell liegen im Kreis Heinsberg 195 laborbestätigte Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus vor. Wie sich die Fallzahlen in den nächsten Tagen entwickeln werden, kann nicht prognostiziert werden. Vor diesem Hintergrund haben sich heute die Bürgermeister aller kreisangehörigen Städte und Gemeinden zusammen mit dem Kreis Heinsberg einvernehmlich darauf verständigt, dass die Schulen und Kindergärten/-tagesstätten und Einrichtungen der Kindertagespflege, sowie die interdisziplinären Frühförderstellen (IFF) im Kreis Heinsberg weiterhin zunächst bis zum 15.03.2020 geschlossen bleiben. Wir werden die Erkenntnisse der nächsten Woche fortlaufend in unsere Überlegungen zu dieser Thematik einbeziehen.

Neben der Sicherstellung der ärztlichen Versorgung im Kreisgebiet bleibt es weiterhin maßgebliches Ziel des Krisenstabs, eine weitere Verbreitung des Virus zu unterbinden, zumindest aber deutlich zu verlangsamen. Eine wesentliche Maßnahme neben der individuellen Kontaktpersonenermittlung ist dabei die Vermeidung größerer Menschenansammlungen mit engen Kontakten, insbesondere in geschlossenen Räumlichkeiten über längere Zeit. Vor diesem Hintergrund bleiben auch weiterhin städtische Einrichtungen wie Hallenbäder, Bibliotheken etc. bis einschl. 15.03.2020 geschlossen. Die Kreisverwaltung und Rathäuser werden ihren eingeschränkten Dienst beibehalten. Weiterhin empfehlen wir die Verhaltenshinweise zur Reduzierung der Ansteckungsgefahr zu berücksichtigen.

Tagespflegeeinrichtungen für pflegebedürftige Menschen können ab Montag, dem 09.03.2020, ihren Betrieb wieder aufnehmen. Bitte nehmen Sie diesbezüglich ggf. Kontakt zu Ihrer Einrichtung auf.

 

03.03.2020

(Stand: 17 Uhr) Gleich zwei Maßnahmen dürften die medizinische Versorgungslage im Kreis Heinsberg angesichts der Coronakrise verbessern.

Am heutigen Dienstag errichtete das DRK in Gangelt-Birgden in Zusammenarbeit mit dem Generalsekretariat, der Landesvorhaltung und dem DRK-Kreisverband Heinsberg eine fahrbare Arztpraxis – eine sogenannte „Mobile Medizinische Versorgungseinheit“. Auf 13,60 Meter Länge und 2,55 Meter Breite ist die fahrbare Praxis innerhalb von 24 Stunden an jedem Ort in Deutschland einsatzbereit. Dabei steht die mobile Praxis einer stationären in vielen Dingen nicht nach: Die 35 Quadratmeter-Arztpraxis umfasst neben einem Behandlungsraum einen Personalraum, die Rezeption und das Sprechzimmer. Die Praxis hat einen barrierefreien Zugang mittels einer vorhandenen elektrischen Treppenraupe und einem Rollstuhl. Neben EKG, Ultraschall und Laboruntersuchungen umfasst die Arztpraxis die grundlegenden Leistungen einer üblichen Arztpraxis wie Verbandwechsel, Wundversorgung, Temperaturmessung und Dermatoskopie. Betrieben wird die Mobile Medizinische Versorgungseinheit nun von der Landesvorhaltung, dem DRK-Kreisverband Heinsberg und der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes.

Des Weiteren wird in Erkelenz mit Unterstützung des Kreises durch das Krankenhaus Erkelenz und die Kassenärztliche Vereinigung eine zweite zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme geschaffen, die nach dem Gangelter Vorbild funktionieren soll. Sie soll ab Mittwoch von 8 – 18 Uhr tätig sein. Terminabsprachen werden über die Rufnummer 116 117 abgewickelt.

„Damit wird ein zusätzliches Angebot für die Bürgerinnen und Bürger im Raum Gangelt und auch im Nordkreis eine spürbare Entlastung von Krankenhaus und Arztpraxen geschaffen“, zeigte sich Landrat Stephan Pusch erfreut.

Stand mittags

Die Zahl der positiv auf Covid19 (Coronavirus) getesteten Menschen im Kreis Heinsberg betrug am heutigen Vormittag (Stand 11 Uhr) 84.

Im Krisenstab war nach wie vor die medizinische Versorgung der Bevölkerung ein wichtiges Thema. Zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung im Kreis Heinsberg sucht der Kreis Heinsberg Ärzte, die bereit wären, den Kreis in der jetzigen Situation zu unterstützen. Diese können sich beim Bürgertelefon 02452-131313 melden.

Ebenfalls wurde das Thema „Schulen und Kindergärten“ im Krisenstab angesprochen. Nach jetziger Lage geht die Tendenz dahin, die Schulen und Kindergärten im Kreis Heinsberg ab Montag, 9. März, wieder zu öffnen. Einzige Ausnahme wäre der Kindergarten in Breberen, der aus Quarantänegründen erst am 10. März wieder öffnen könnte. Eine endgültige Entscheidung darüber will der Krisenstab im Laufe der Woche treffen.

 

02.03.2020

Die Zahl der positiv auf Covid19 (Coronavirus) getesteten Menschen im Kreis Heinsberg betrug am heutigen Mittag (Stand 17 Uhr) 79.

Der Krisenstab beschäftigte sich am heutigen Tag massiv mit dem Thema der Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems im Kreis Heinsberg. Unter anderem wurden Gespräche mit den niedergelassenen Ärzten, den Krankenhäusern, der Ärztekammer und dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geführt.

 

Aufgrund des hohen Informationsbedarfs hat sich der Kreis Heinsberg entschieden, neben der Hotline des Landes NRW ab sofort auch ein eigenes Bürgertelefon für Informationen zum Coronavirus anzubieten. Unter der Rufnummer 02452-131313 können sich Bürger mit Fragen zur Coronavireninfektion direkt an die Kreisverwaltung Heinsberg wenden. sie ist von 8 bis 20 Uhr durchgehend erreichbar.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Wer eine Beratung bezüglich des Coronavirus braucht, fürchtet sich angesteckt zu haben oder seinen Hausarzt telefonisch nicht erreicht, kann sich ab sofort telefonisch an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Die Hotline ist erreichbar über die Telefonnummer 116117.

Auf der Homepage des Patientenservices (www.116117.de) finden sich außerdem Antworten zu den häufigsten Fragen zum Thema Coronavirus sowie eine Handlungsempfehlung für möglicher Weise infizierte Personen.

 

Kurzvideos zum Thema "Richtiges Händewaschen" finden Sie unter den folgenden Links:

https://youtu.be/AJFnDFNh71I

https://www.infektionsschutz.de/mediathek/filme/filme-zum-richtigen-haendewaschen.html

 

01.03.2020

Medizinische Unterstützung im Raum Gangelt/Selfkant

Die Zahl der positiv auf Covid19 (Coronavirus) getesteten Menschen im Kreis Heinsberg beträgt (Stand 12 Uhr) 68; bis auf die in der Uniklinik verbleibenden Eheleute sind alle positiv Getesteten zuhause in Quarantäne. Über die aktuelle Lage im Kreis Heinsberg informierte sich am Samstagabend auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem persönlichen Telefonat mit Landrat Stephan Pusch. Spahn sagte dem Landrat die volle Unterstützung des Bundes zu.

Da aufgrund der Quarantänemaßnahmen zurzeit einzelne Arztpraxen im Gangelt/Selfkant geschlossen sind und die übrigen Arztpraxen sehr stark ausgelastet sind, hat der Kreis in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Heinsberg zur Unterstützung der hausärztlichen Versorgung im Raum Gangelt/Selfkant unter anderem eine Zentrale Anlaufstelle zur Probenentnahme eingerichtet.

Dort sind Ärzte des DRK tätig, die auf eine funktionierende Infrastruktur und geschultes Personal zurückgreifen können. Der Besuch dieser medizinischen Einrichtung ist ausschließlich nach telefonischer Anmeldung möglich. Diese erfolgt über die Hausärzte, da auch die geschlossenen Arztpraxen eine Vertretungsregelung getroffen haben. Die Überweisung wird ausschließlich durch die niedergelassenen Ärzte veranlasst. Diese und auch die Krankenhäuser sind informiert.

Das Gesundheitsamt des Kreises weist nochmals deutlich darauf hin, dass diese Einrichtung nicht ohne Anmeldung aufgesucht werden kann.

Thema Quarantäne: Am heutigen Tag sind ausschließlich die Besucher der Karnevalssitzung in Langbroich vom 15. Februar von der Quarantäne befreit. Für alle übrigen Personen, die unter Quarantäne stehen, gelten weiterhin die genannten 14-Tages-Fristen.


Stand 8:45 Uhr

Am Sonntagmorgen gibt es wenig Neues zu melden. Die Zahl der Infizierten im Kreis Heinsberg beträgt zzt. 63. Für die Besucher der Karnevalssitzung in Langbroich, die ohne Symptome sind, ist heute der erste Tag nach der Quarantäne. Für alle, die Fragen haben, ist auch heute unser Bürgertelefon - wie an allen anderen Tagen auch - von 8 bis 20 Uhr unter der 02452-131313 zu erreichen.

 

29.02.2020
Stand
18 Uhr

Aktuell hat der Krisenstab des Kreises Heinsberg eine Mitteilung über mittlerweile 60 bestätigte mit dem Coronavirus Covid19 infizierte Personen. Positiv ist, dass bis auf die stationär aufgenommenen Eheleute alle anderen Erkrankten nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen. Zu den Erkrankungen gehören zum jetzigen Stand vier der 114 Kinder des Kindergartens in Breberen, wo eine infizierte Erzieherin tätig war. Den erkrankten Kindern geht es nach jetzigem Stand gut, da sie allenfalls Erkältungssymptome aufweisen.

Aufgrund der aktuellen Situation befanden oder befinden sich eine Vielzahl von Menschen in häuslicher Quarantäne bzw. unterliegen einem beruflichen Tätigkeitsverbot. Für diese und deren Arbeitgeber stellen sich in diesem Zusammenhang Fragen zu einer finanziellen Entschädigung. Nach den Regelungen des Infektionsschutzgesetzes besteht im Fall eines Verdienstausfalls die Möglichkeit, hierfür eine Entschädigung zu erhalten. Dies gilt gleichermaßen für Selbstständige. Weitergehende Informationen einschließlich dazugehöriger Antragsformulare können Betroffene über die Homepage des Landschaftsverbandes Rheinland abrufen.
https://www.lvr.de/de/nav_main/soziales_1/soziale_entschaedigung/taetigkeitsverbot/taetigkeitsverbot.jsp

Der Kreis Heinsberg empfiehlt dringend, die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Gemeint sind regelmäßiges Händewaschen, Hygiene allgemein sowie Vermeidung des Kontaktes zu kranken Personen. Zudem wird weiterhin geraten, derzeit keine Veranstaltungen oder Einrichtungen zu besuchen, in denen ein größeres Publikum zusammenkommt. Der Kreis Heinsberg hat kein Veranstaltungsverbot ausgesprochen. Jeder Veranstalter entscheidet in eigenem Ermessen, ob Veranstaltungen durchgeführt oder abgesagt werden.

 

28.02.2020

Mit Stand 18.30 Uhr hat sich die Gesamtzahl der positiv auf CoVid19 getesteten Personen im Kreis Heinsberg auf 37 erhöht. Weitere Einzelheiten zu den neuen Fällen sind nicht bekannt.

Zur Bewältigung der Coronavirus-Krise im Kreis Heinsberg hat der Krisenstab folgende Entscheidungen getroffen:

1. Die Kindertagesstätten, Schulen und Kindertagespflegeeinrichtungen sowie Tagespflegeeinrichtungen bleiben bis einschließlich Freitag, 6. März 2020, geschlossen.
2. Die öffentlichen Verwaltungen öffnen ab Dienstag, 3. März, teilweise für den Publikumsverkehr mit der Einschränkung, dass sich Bürgerinnen und Bürger vorher telefonisch melden und das Anliegen auf Dringlichkeit überprüft wird. Erst dann ist der Besuch der Verwaltung möglich. Sollte ein Anliegen als „nicht dringlich“ beurteilt werden, wird um Verständnis gebeten.
3. Für unmittelbare Kontaktpersonen eines bestätigten Falles ohne Symptome wird keine Quarantäne ausgesprochen, sondern intensive Selbstbeobachtung empfohlen.
4. Unmittelbare Kontaktpersonen eines bestätigten Falls, die in irgendeiner Weise Erkältungssymptome zeigen, gelten als infiziert und werden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Die Quarantäne gilt ausschließlich für die unmittelbare Kontaktperson, nicht aber für andere Haushaltsmitglieder. Ob diese unmittelbaren Kontaktpersonen mit Abstrich getestet werden, entscheidet der behandelnde Arzt.
5. Eine Sonderregelung gilt für unmittelbare Kontaktpersonen eines bestätigten Falles, die beruflich in sensiblen Bereichen tätig sind (etwa mit Kontakt zu Kindern, Kranken, Pflegebedürftigen, wie etwa Erzieher, Lehrkräfte, Pflegekräfte, in medizinischen Berufen Tätige). Sie erhalten generell – auch ohne Symptomatik – ein temporäres Berufsausübungsverbot. Sofern sie Erkältungssymptome zeigen, muss ein Abstrich gemacht werden. Zudem wird in diesem Fall eine 14tägige häusliche Quarantäne angeordnet.
6. Bereits angeordnete Quarantänemaßnahmen gelten weiterhin.
7. Auf der Homepage des Kreises unter www.kreis-heinsberg.de findet sich ein Formular, in das sich alle Personen eintragen können, die Symptome bei sich feststellen. Das Formular dient lediglich der Datenerhebung. Eine Rückmeldung durch das Gesundheitsamt erfolgt nicht. Ausreichend sind dabei Angaben zu Alter, Geschlecht, Ort, Straße. Angaben wie Geburtsdatum oder Hausnummer sind nicht erforderlich.

Stand 16 Uhr

Die Arbeit des Krisenstabs des Kreises Heinsberg und aller Kräfte, die an der Bewältigung der derzeitigen Lage beteiligt sind, wurde am heutigen Mittag ausdrücklich von Ministerpräsident Armin Laschet gelobt. Er war am Mittag ins Heinsberger Kreishaus gekommen, um sich vor Ort ein Bild über die Lage zu machen. „Minister Laumann hat mir erzählt, wie gut sie hier in Heinsberg auf diese Lage vorbereitet sind. Sie haben bisher sehr gewissenhaft und mit viel Einfühlungsvermögen den Menschen gegenüber gearbeitet. Das läuft sehr gut und dafür möchte ich Ihnen meinen Dank aussprechen“, sagte Laschet vor dem Krisenstab des Kreises. „Der Weg, den sie zur Bewältigung der Krise gehen ist ein schmaler Grat. Den geht der Kreis sehr gut“, so Laschet. „Das tut mir und meinen Mitarbeitern sehr gut“, stellte der Landrat fest und skizzierte die aktuelle Lage.

Am Freitagvormittag sind weitere Erkrankungen an CoVid19 im Kreis Heinsberg bestätigt worden. Damit ist die Gesamtzahl der im Kreis Heinsberg Infizierten auf 35 angestiegen.

Als sehr erfreulich wertete Landrat Stephan Pusch die Tatsache, dass das gesamte familiäre Umfeld des schwer erkrankten Gangelter Ehepaares komplett negativ getestet wurde.

Der Krisenstab beschäftigte sich am heutigen Tag vorrangig mit der Thematik, wie mit der steigenden Zahl an Erkrankungen und Kontaktpersonen künftig umgegangen werden soll sowie der Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des gesamten Gesundheitssystems im Kreis Heinsberg.

„Da es kaum noch möglich ist, alle Kontaktpersonen vor allem wegen der Vielzahl der Kontakte an Karneval auszumachen, nehmen wir vorrangig die Menschen in den Blick, bei denen die Erkrankung wirklich massiv ist und die stationäre Behandlung benötige“, so Stephan Pusch. Wer an den gängigen Grippesymptomen leidet, sollte sich, so die Empfehlung des Kreises, zuhause bis zur Gesundung auskurieren. Bei dieser Vorgehensweise bleibt, ganz gleich ob Grippe oder Coronavirus, der Hausarzt erster Ansprechpartner.

Die Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten, darum ging es im Laufe des Tages auch in einem Gespräch mit Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, der dafür ebenfalls nach Heinsberg gekommen war. Kreis und Land haben sich auf einen sehr pragmatischen Kurs geeinigt. Das Gesundheitssystem leistungsfähig erhalten und den Menschen den nötigen Schutz anbieten, darum müsse es nun gehen. Deshalb sollen sich beispielsweise die Krankenhäuser vorrangig um ernsthaft Erkrankte kümmern.

Wer Symptome zeige, wie die bisher Erkrankten mit Ausnahme des einen Gangelter Ehepaares, könne die Krankheit in häuslicher Quarantäne in Absprache mit dem Hausarzt gut selber auskurieren. Wichtig für das Gesundheits- und Pflegesystem ist vor allem, das Personal der jeweiligen Einrichtungen zu schützen und dafür zu sorgen, dass die Einrichtungen allesamt weiter betrieben werden können. Ebenfalls bedeutsam ist in diesem Zusammenhang, dass sich Personen, die Grippesymptome aufweisen und intensiveren Kontakt zu Pflegekräften oder medizinischem Personal haben, über ein Meldeformular (abrufbar unter www.kreis-heinsberg.de) unmittelbar melden.

Minister Laumann sagte dem Kreis Heinsberg umfangreiche Hilfe u. a. bei der Beschaffung von Schutzbekleidung, Mundschutz u. a. benötigten Material zu.

Landrat Stephan Pusch weist nachdrücklich darauf hin, dass die heute nachmittag im Internet kursierende Meldung über eine Einrichtung von "Sperrbezirken" falsch ist. Die Nachricht wurde inzwischen offiziell vom WDR von seiner Website heruntergenommen.

 

27.02.2020
Stand 20 Uhr

Die Zahl der bestätigten CoVid19-Fälle im Kreis Heinsberg hat sich auf 20 erhöht.
Am Abend wurden 14 neue Fälle bestätigt. Alle Erkrankten wurden krank nach Hause
entlassen, weil eine stationäre Behandlung aufgrund des Verlaufs nicht notwendig ist.
Von den betroffenen Personen stammen neun aus der Gemeinde Gangelt, zwei aus der Gemeinde Selfkant, eine aus der Stadt Heinsberg, eine aus Düsseldorf und eine aus Herzogenrath.
Nach jetzigem Stand deuten auch hier wieder zahlreiche Verbindungen zum Gangelter Karneval.

Stand 18 Uhr

Die Zahl der bestätigten CoVid19-Fälle im Kreis Heinsberg hat sich auf 20 erhöht.
Am Abend wurden 14 neue Fälle bestätigt. Alle Erkrankten wurden krank nach Hause entlassen, weil eine stationäre Behandlung aufgrund des Verlaufs nicht notwendig ist.
Nach jetzigem Stand wohnen die Erkrankten vorwiegend in der Gemeinde Gangelt.
Eine erkrankte Person, die im Gangelter Karneval aktiv war, lebt in der Städteregion Aachen.

Hier der LINK zum Meldeformular für BürgerInnen, die an der Langbroicher Kappensitzung am 15.02.2020 teilgenommen haben.

Stand 14 Uhr

Gemeinsame Erklärung der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte im Kreis Heinsberg an die Bevölkerung im Kreis Heinsberg

Aufgrund der drohenden Epidemie teilen wir mit, dass Abstriche auf Coronavirus-Befall nur bei Patienten mit hohem Fieber durchgeführt werden.
Bitte setzen Sie sich, wenn Sie Fieber haben, telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung und sprechen Sie das weitere Vorgehen ab.
Bitte gehen Sie nicht unangemeldet in die Arztpraxen oder in ein Krankenhaus.
Bitte blockieren Sie nicht unnötig die Notrufleitungen.
Das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg ist unter 02452/135311 erreichbar.

Presseinfo Kreis Heinsberg aus Anlass Pressekonferenz Landrat Pusch (heute 14 Uhr)

Heinsberg. Die Ermittlung der Teilnehmer der Kappensitzung in Gangelt-Langbroich läuft sehr gut. Über die angebotenen Kanäle haben sich bis heute vormittag rund 300 Personen gemeldet. Alle Besucher dieser Kappensitzung sowie deren Partner, Kinder etc. stehen unter häuslicher Quarantäne. Da die Kappensitzung am 15. Februar stattgefunden hat, endet die Quarantäne folglich am 29. Februar. Über die Vorgehens- und Verhaltensweisen informiert das Gesundheitsamt mit einer E-Mail.

Zum besseren Verständnis: die häusliche Quarantäne gilt in der Regel für einen Zeitraum von 14 Tagen ab dem Kontakt mit einer infizierten Person.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes hat angekündigt, den Kreis Heinsberg nun auch personell zu unterstützen. Bei mittelbaren Kontaktpersonen gilt die Regel, dass diese sich selbst beobachten und sich bei auftretenden Symptomen zunächst telefonisch bei ihrem Hausarzt bzw. beim Gesundheitsamt des Kreises melden. Danach wird das weitere Vorgehen abgestimmt. Die direkten Kontakte werden vom Gesundheitsamt kontaktiert.

Diese Vorgehensweise ist insofern wichtig, als das Gesundheitsamt im Rahmen seiner Arbeit ständig neue Erkenntnisse über Kontakte und Bewegungen der inzwischen sechs bestätigten Fälle erhält.

Ein Ergebnis der Tests der zwei Kinder des zuerst betroffenen Ehepaares liegt noch nicht vor. Nach wie vor sind diese Kinder nicht symptomatisch. Die betroffenen Kindergartenkinder wurden ebenfalls getestet.

Die Anton-Heinen-Volkshochschule hat zwischenzeitlich alle Veranstaltungen bis zum 2. März einschließlich abgesagt, u. a. auch das Meisterkonzert in Erkelenz. Nach wie vor gilt die generelle Empfehlung, Gruppenansammlungen und Veranstaltungen zu meiden.

Die Kreisverwaltung Heinsberg und die Gemeindeverwaltung Gangelt bleiben in diesem Zeitraum ebenfalls für den Publikumsverkehr geschlossen.

Die MitarbeiterInnen der Gemeindeverwaltung Gangelt sind selbstverständlich weiterhin telefonisch zu den bekannten Öffnungszeiten für Sie erreichbar.