Radeln – Handwerk kennenlernen – Spenden sammeln

Radtour für den guten Zweck: Am 20. September 2021, dem Weltkindertag, machten sich über 100 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 von der Gesamtschule Gangelt -Selfkant im Kreis Heinsberg aus auf den Weg nach Isenbruch, dem westlichsten Punkt Deutschlands. Die Aktion war der Abschluss der Initiative „Handwerk hilft – Ein Herz für Kinder“, die von Tischlermeisterin Jule Rombey aus Selfkant und Sven van Dyk, Maler- und Lackierermeister aus Lebus in Brandenburg, ins Leben gerufen wurde. Ihr Ziel: Kindern in Not helfen und gleichzeitig Jugendlichen das Handwerk näherbringen.

In der 9. Klasse steht für unsere Schülerinnen und Schüler ein zweiwöchiges Betriebspraktikum an“, erklärt Uwe Preuß, Stufenkoordinator an der Gesamtschule in Gangelt. „Die Aktion war für sie eine gute Gelegenheit, um mit Handwerksbetrieben – und damit möglichen Praktikumsanbietern – in Verbindung zu kommen.“ Am Westzipfel in Isenbruch hatten daher zahlreiche Betriebe aus der Region verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die Jugendlichen sowohl ihr Geschick beweisen als auch Spenden erspielen konnten. Vom „Heißen Draht“ über Männchen aus Wasserrohren bis hin zum Baumstamm nageln: Für erledigte Aufgaben warfen die Handwerksbetriebe einen entsprechenden Betrag in den Spendentopf.

Bürgermeister radeln mit

„Das Handwerk ist in unseren beiden Gemeinden eine tragende Säule – und die Betriebe brauchen dringend Nachwuchs“, sagen Gangelts Bürgermeister Guido Willems und Norbert Reyans, Bürgermeister von Selfkant. Beide Politiker haben die Aktion tatkräftig unterstützt. Sie sorgten nicht nur dafür, dass die Radfahrstrecke durch die beiden Orte entsprechend abgesichert wurde, sondern sie traten auch selbst mit in die Pedale. „Dass durch diese Gemeinschaftsaktion des Handwerks gleichzeitig auch noch sozial benachteiligte Kinder mit Spenden unterstützt werden, war für uns ein weiterer Aspekt, uns für die Initiative einzusetzen.“

 

Ähnliche Aktion im äußersten Osten

Doch nicht nur im äußersten Westen, sondern auch am östlichsten Punkt Deutschlands und in anderen Regionen der Bundesrepublik fanden am Weltkindertag ähnliche „Handwerk hilft“-Aktionen statt. Ob als Radtour oder Wanderung: Überall ging es darum, das Handwerk mit Schülerinnen und Schülern zusammenzubringen und Spenden für „Ein Herz für Kinder“ zu sammeln. Unweit der Aktion am Westzipfel der Republik schwangen sich auch im Kreis Düren rund 20 Jugendliche der Klasse 8 der Primusschule in Titz auf ihre Fahrräder. Unterstützt von den Radsportlern des SV Malefinkenbach fuhren sie verschiedene Handwerksbetriebe an, um einen Einblick in die dortige Arbeit zu erhalten. Auch Spenden wurden fleißig gesammelt: Uwe Günther, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Rureifel, konnte 3.000 Euro an „Ein Herz für Kinder“ übergeben „Das Handwerk ist eine starke Gemeinschaft und kann zusammen viel erreichen“, resümiert Jule Rombey das Ergebnis der Initiative. Insgesamt sind durch „Handwerk hilft“ über 30.000 Euro für Kinder in Not zusammengekommen – und viele Jugendliche haben einen besonderen Einblick ins Handwerk.

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